Die Einführung eines PLM-Systems ist für viele Unternehmen ein wichtiger Schritt. Ziel ist es, Produktdaten zentral bereitzustellen, Prozesse zu vereinfachen und die Zusammenarbeit zwischen Konstruktion, Entwicklung und weiteren Abteilungen zu verbessern.
Trotzdem zeigt sich im Arbeitsalltag häufig ein anderes Bild: Teamcenter ist zwar im Einsatz, die gewünschten Verbesserungen bleiben jedoch aus. Mitarbeitende suchen weiterhin nach Informationen, arbeiten mit eigenen Ablagestrukturen oder erledigen Arbeitsschritte manuell.
Die Ursache liegt in den meisten Fällen nicht in der Software selbst, sondern in ihrer Nutzung.
Prozesse werden nicht an das System angepasst
Ein PLM-System kann seine Stärken nur dann ausspielen, wenn die Arbeitsabläufe darauf abgestimmt sind. Wer bestehende Prozesse unverändert übernimmt, schafft häufig zusätzliche Arbeitsschritte statt einer Vereinfachung. Das führt dazu, dass Mitarbeitende Umwege finden oder wieder auf eigene Lösungen zurückgreifen.
Deshalb sollte nicht nur die Software eingeführt, sondern auch geprüft werden, wie Prozesse sinnvoll gestaltet werden können.
Fehlende Standards führen zu unterschiedlichen Arbeitsweisen
Werden Daten unterschiedlich abgelegt, Benennungen uneinheitlich verwendet oder Freigaben verschieden gehandhabt, entstehen schnell Missverständnisse.
Klare Standards helfen dabei,
- Informationen schneller zu finden,
- Fehler zu vermeiden,
- die Zusammenarbeit zu vereinfachen und
- eine gleichbleibende Datenqualität sicherzustellen.
Je größer ein Unternehmen wird, desto wichtiger werden einheitliche Vorgehensweisen.
Funktionen kennen bedeutet nicht, sie sicher anzuwenden
Nach einer Einführung erhalten Mitarbeitende häufig eine Schulung. Im Arbeitsalltag treten jedoch regelmäßig Situationen auf, die dort nicht behandelt wurden. Dadurch werden Funktionen unterschiedlich genutzt oder gar nicht verwendet.
Praxisnahe Schulungen, die sich an den tatsächlichen Aufgaben orientieren, helfen dabei, Teamcenter sicher und effizient einzusetzen.
Kontinuierliche Betreuung schafft langfristigen Nutzen
Mit der Einführung eines Systems ist ein Projekt selten abgeschlossen. Anforderungen verändern sich, neue Mitarbeitende kommen hinzu und Prozesse entwickeln sich weiter. Ohne regelmäßige Überprüfung schleichen sich häufig wieder ineffiziente Arbeitsweisen ein.
Eine kontinuierliche Betreuung unterstützt Unternehmen dabei, Standards beizubehalten, neue Anforderungen zu integrieren und das Potenzial von Teamcenter dauerhaft zu nutzen.
Fazit
Siemens Teamcenter bietet umfangreiche Möglichkeiten, Produktdaten und Entwicklungsprozesse zu organisieren. Ob diese Möglichkeiten im Unternehmen tatsächlich genutzt werden, hängt jedoch nicht allein von der Software ab. Entscheidend sind klar definierte Prozesse, einheitliche Standards, praxisnahe Schulungen und eine kontinuierliche Weiterentwicklung der PLM-Umgebung.
Wer diese Faktoren berücksichtigt, schafft die Grundlage dafür, dass Teamcenter den Arbeitsalltag spürbar unterstützt und die Produktentwicklung nachhaltig verbessert.
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